Publiziert am 7. Februar 2012 von Redaktion Blomberger Anzeiger
Blomberg. Morgen Abend stimmt der Fachausschuss für Bauen und Umwelt über eine mögliche Einbahnstraßen-Testphase im Kurzen Steinweg ab. Das »Ja« alleine dafür würde Kosten von rund 36.000 Euro verursachen.
Das teilt die Stadt Blomberg im Vorfeld der Sitzung mit. Demnach würde die Veränderung der Beschilderung für eine Einbahnstraße im Kurzen Steinweg entweder stadteinwärts oder stadtauswärts rund 2.000 Euro kosten. Zudem müssten sogenannte Schwellenelemente und Poller für die »einer späteren möglichen Einbahnregelung nachempfundenen Verkehrsführung« installiert werden – die Kosten hierfür lägen bei rund 4.000 Euro.
Der mit Abstand größte Kostenfaktor sei allerdings die Verlegung der beiden Bushaltestellen »Hinter dem Rathaus« und »Heutorstraße«. Die schlage mit jeweils rund 15.000 Euro zu buche. Macht Gesamtkosten in Höhe von etwa 36.000 Euro.
Die Entscheidung, ob die Testphase der Einbahnstraße im Kurzen Steinweg kommt oder nicht, war in der letzten Sitzung des Ausschusses für Bauen und Umwelt vertagt worden, da mehrere weitere Anträge und Vorschläge zur Verkehrsführung eingegangen waren. Eine klares Nein zur Einbahnstraße bekräftigten in der Sitzung vom 18. Januar die CDU, die Grünen und die Freien Bürger von Blomberg. Ebenso hatte die Blomberger Feuerwehr insofern Bedenken geäußert, als dass sich die Fahrzeiten bis zum Marktplatz verlängern würden.
Unterdessen äußerte auch die Kommunale Verkehrsgesellschaft Lippe ihre Ansichten. Vor allem bei einer Einbahnstraßenregelung in Fahrtrichtung stadteinwärts sehen die Verantwortlichen Schwierigkeiten. Hier sei beispielsweise zu berücksichtigen, dass die Bushaltestellen in der historischen Altstadt auf die andere Straßenseite umgebaut werden müssten.
Zusätzlich wäre der Bexten schlechter an die Innenstadt angebunden, da die Busse von dort nicht durch die Stadt, sondern direkt über die Neue Torstraße stadtauswärts fahren würden. Weiter müssten sämtliche Fahrpläne überarbeitet und neu kommuniziert werden. Ob der Fachausschuss morgen zu einer Entscheidung kommt ist offen, der Aufwand für den Einbahnstraßen-Test wäre jedenfalls nicht unerheblich.
