Blomberg. Die fetten Jahre sind vorbei – zumindest bezogen auf die Sportart Tennis. Ob nun Boris Becker, Michael Stich, Steffi Graf, später Anke Huber, Nicolas Kiefer oder Rainer Schüttler – in den 1980ern, 90ern und Anfang der 2000 hatten die Jugendlichen hierzulande Idole.
Denen eiferten sie aufgrund ihrer Fertigkeiten in Verbindung mit der gelben Filzkugel nach. Doch dieser Boom ebbte in den vergangenen zehn Jahren merklich ab. Der Grund liegt auf der Hand: Die Zugpferde der Sportart starben wegen fehlender Generierung leistungsstarken Nachwuchses aus – und der »weiße Sport« fristete fortan, auch im medialen Bereich, eher ein Schattendasein. Seit Kurzem drängen nun neue Namen mit deutschem Pass – vor allem im weiblichen Bereich – in die Weltspitze. Und Andrea Petkovic und Sabine Lisicki haben durchaus das Zeug dazu, ihre Sportart in ein neues Zeitalter zu führen.
Doch wie wirkt sich diese Renaissance in Blomberg aus? »Wir können uns im Grunde genommen nicht beklagen und bemühen uns, Jugendliche für den Tennissport zu begeistern. Deswegen bieten wir auch Training für die Kinder der Reelkirchener Grundschule an«, resümiert Karl-Paul Tölke als Vorsitzender des TC Herrentrup, der am 21. Februar sein 25-jähriges Bestehen mit einer Feier im »Sauren Krug« begeht. 129 Aktive und Passive schwingen auf der gepflegten Herrentruper Anlage ihre Rackets, was Platz 15 im lippischen Ranking und die Pole-Position in der Nelkenstadt bedeutet.
