Einsatzzeit bereitet Feuerwehr Probleme


Neuer Brandschutzbedarfsplan enthält zahlreiche Baumaßnahmen

Manfred Brinkmeier am 12.03.2015 um 14:17 Uhr http:// Quelle: http://www.lz.de/

Der große Scheunenbrand in Großenmarpe 2013 <span style="font-family: 'Open Sans', sans-serif; font-size: 14px; line-height: normal;"> </span>
Der große Scheunenbrand in Großenmarpe 2013  

Blomberg. Die Feuerwache Blomberg ist in die Jahre gekommen. Es müssen neue Räumlichkeiten geschaffen werden. Alternativ bringt die Wehrführung einen Neubau an einem zentralen Standort ins Gespräch. Diese Information ist dem neuen Brandschutzbedarfsplan zu entnehmen, der Dienstagabend im Hauptausschuss von den Stadtbrandinspektoren Joachim Hartfelder (Wehrführer) und Heiko Mühlenmeier (einer seiner beiden Stellvertreter) vorgestellt wurde. Es gebe aber noch weitere Baustellen, die in den nächsten Jahren abgearbeitet werden müssten. Dazu gehöre auch das Feuerwehrgerätehaus Herrentrup, dass sich laut Wehrführung in einem „katastrophalen Zustand“ befindet – wie vorher Großenmarpe.

Nach Angaben von Joachim Hartfelder hat die Freiwillige Feuerwehr Blomberg einen sehr guten Ausstattungsstand erreicht. Was 25 Jahre und älter sei, müsse allerdings nach und nach ersetzt werden, damit die Kosten nicht zu hoch seien. Dies sei auch vor dem Hintergrund zu sehen, dass die Zahl der Einsätze seit 2008 kontinuierlich gestiegen sei.

Kopfzerbrechen bereitet der Wehrführung der Umstand, dass die Feuerwehr bei einem Einsatz nicht im gesamten Stadtgebiet innerhalb von acht Minuten vor Ort sein kann. In einigen Bereichen sei es sehr schwierig, innerhalb dieser „Hilfsfrist“ mit neun Kräften, also in Funktionsstärke antreten zu können. Das treffe etwa auf einige Teile Bextens zu. Joachim Hartfelder: „Diese Hilfsfrist ist somit Theorie.“

Laut Heiko Mühlenmeier ist es sogar so, dass manche Feuerwehrleute nur auf Umwegen zur Feuerwache – wo sie die erforderliche Kleidung anziehen müssten – gelangen, weil der Einsatzort auf ihrem Weg dorthin liege und sie diesen nicht passieren könnten. Das habe sich vor kurzem beim Brand einer Autowerkstatt an der B 1 in Blomberg gezeigt. Die Feuerwehr schlägt deshalb vor, zum Beispiel in Blomberg außerhalb der Feuerwache Einsatzfahrzeuge abzustellen, um wertvolle Zeit einzusparen.

Ein Wunsch der Feuerwehr wäre auch noch die Einstellung eines hauptamtlichen Gerätewartes. Es sei nämlich immer schwieriger, Feuerwehrleute zu finden, die bereit seien, ehrenamtlich diese wichtigen Arbeiten zu übernehmen.

Um die Bevölkerung bei Großeinsätzen oder Katastrophen besser warnen zu können, sollen drei weitere Sirenen installiert werden, sodass dann in jedem größeren Ort eine Sirene vorhanden sei.

Bürgermeister Klaus Geise, der der Freiwilligen Feuerwehr Blomberg einmal mehr höchstes Lob aussprach, gab zu bedenken, dass nicht alles mit Geld zu klären sei. „Es sind daher pragmatische Lösungen gefragt.“ Die Politiker stimmten dem Brandschutzbedarfsplan einstimmig zu. Die Umsetzung der Maßnahmen bedarf allerdings im Einzelfall eines Beschlusses im Hauptausschuss beziehungsweise im Rat.

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