Stadt will Glascontainer versetzen


Liebe Dorfgemeinschaft Herrentrup,

zum Artikel der LZ , siehe Anhang, folgendes Statement des Ortsvorstehers.

Im Artikel der LZ wird der Eindruck erweckt das bereits alles klar ist und „Die Verwaltung die Sammelbehälter an einen neuen Standort an der B 1 am Ortsrand verlegt“. Abgesehen davon, das nicht beschrieben wird wo das sein soll kann ich nur sagen das es mit mir als Ortsvorsteher noch keine finale Abstimmung gegeben hat. Im Gegenteil. Von meiner Seite wurde aus Kostengesichtspunkten darauf hin gewiesen, die finanzielle Situation der Stadt Blomberg können wir ja kontinuierlich der Presse entnehmen, Lösungen zu suchen die nicht mit Ankauf von Flächen durch die Stadt Blomberg verbunden sind. In den letzten Monaten wurde das Thema der möglichen Stellplätze vielfach diskutiert und die Sicht des Ortsvorstehers in der Nelkenwelt veröffentlicht. Für die Sitzung am heutigen Abend (24.09.2015) wurde die Verwaltung mit der Bitte um Berücksichtigung mit folgendem Wortlaut noch einmal zusammenfassend angeschrieben.

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Verteiler: Herr Bischoff, Herr Geise, mit der Bitte an Weiterleitung an Herrn Borchard Vorsitzender des Gremiums für Bauen und Umwelt.

Guten Tag Herr Bischoff, Herr Borchard,

am 24.09.2015 wird in der Sitzung des Ausschusses für Bauen und Umwelt ,Sitzungsnummer 11/2015 ,unter anderem ja auch das Thema der Altglascontainer auf dem ehemaligen Parkplatzes des ehemaligen Sportplatzes Herrentrup behandelt. Seitens der Verwaltung (Hr. Schallock) wurden einerseits Vorschläge unterbreitet andererseits wurde ich in meiner Funktion als Ortsvorsteher nach Lösungsvorschlägen gefragt. Dem bin ich auch gerne nachgekommen und habe unter Berücksichtigung des erforderlichen Transportgerätes (LKW Anfahrt bzw. Abfahrt mit Wendemöglichkeit) nach Abstellmöglichkeiten  in Herrentrup gesucht.

Vorab zu den Fakten.

Es wird zwar in der Regel von Glascontainern gesprochen, aber wenn man einmal genauer hinschaut sprechen wir auch von Schuh.- und Kleidersammelboxen. Ich habe den momentanen Platzbedarf einmal abgeschritten und wir kommen etwa auf 12-16 lfd. Meter je nachdem wie aufgestellt wird. Ich habe dann von diesen Erkenntnissen ausgehend versucht in Herrentrup eine Möglichkeit zu finden dies zusammenhängend auf einer Fläche die durch einen entsprechenden LKW dauerhaft angefahren werden kann dar zu stellen. Im Ergebnis habe ich Herrn Schallock bereits mitgeteilt das ich zur Zeit keine Möglichkeit sehe dies in Herrentrup zu realisieren.

Herr Schallock machte folgende Vorschläge

Aufstellung an der Feuerwehr auf dem Parkplatz.

  • Habe ich abgelehnt da ich erstens eine Behinderung der Feuerwehr sehe und zweitens die direkten Anwohner durch gerade den nicht steuerbaren Glaseinwurf belästigt würden. Generell ist bei jeder Variante die nun folgt auch das Thema  „Vermüllung“ zu berücksichtigen.

2. Erweiterter Friedhofsparkplatz Herrentrup/Reelkirchen

  • Ein abstellen der Container bzw. Sammelboxen wird abgelehnt da aus ethischen Gründen unmittelbar am Friedhof nicht vertretbar. Es ist nicht aus zu schließen das während Beerdigungsfeiern lautstarke Einwürfe stattfinden. Dazu kommen noch zwei weitere Gründe.
    • Da diese Sammelstellen gerne als Müllentsorgung genutzt werden ,ist mit Ratten und anderem Getier zu rechnen
    • Geht man über den momentanen verfügbaren Raum hinaus müsste seitens der Stadt angekauft werden was sicher nicht zur momentanen monetären Situation passen würde.

3. Standort  am  „Am Saurenkrug“  „Meinberger Straße“  in Richtung Friedhof.

    • Der Platz ist denkbar, es müssen allerdings folgende Kriterien berücksichtigt werden
    1. Die Abstellfläche müsste durch die Stadt gekauft werden.
    2. Belästigung der Anwohner durch zusätzliche LKW Verkehr muss vermieden werden. Drehmöglichkeiten  für Lkw´s sind nicht vorhanden. Daher muss bei der Entsorgung voraussichtlich immer der Karrweg und die Strasse Saurer Krug genutzt werden.

4. Mein Vorschlag, den auch Sie Herr Bischoff in unserer letzten Begehung  vor wenigen Wochen als den sinnvollsten und vor allem kostengünstigsten angesehen haben, ist nach wie vor folgender.

  • Platzierung der Continer vor ehemals Mosaik Möbel
  • Vorteile
    • Flächen gehören der Stadt Blomberg und sind ausreichend
    • Anfahrt Problemlos möglich
    • Dezentralität ist gegeben aber trotzdem zentral für die Ortschaften.
    • Keine Belästigung von Anwohnern.
    • Keine wesentlichen Kosten

 

Da ich nicht die e-mail Adresse von Herrn Borchard besitze, bitte ich sie hiermit die Mail am 24.09.2015 an Borchard in seiner Funktion des Vorsitzenden des Ausschusses für Bauen und Umwelt weiter zu leiten.

@ Herr Borchard: Bitte die von mir genannten Punkte in ihrer Entscheidungsfindung im Gremium berücksichtigen.

Vielen Dank

Reinhard Heilig

Ortsvorsteher

Herrentrup

Ab hier der Text aus der LZ vom 24.09.2015

Am Feldeggerser Weg befürchten Bürger dauerhafte Lärmbelästigung. Die Verlegung in Herrentrup vom Sportplatz an die B 1 scheint dagegen unproblematisch. Heute entscheidet der Bauausschuss

Marianne Schwarzer am 24.09.2015 um 07:00 Uhr

Sie sollen umgesetzt werden: Weil am Herrentruper Sportplatz sein Trainingszentrum entstehen soll, möchte der neue Eigentümer Ulrich Conrady den Platz für die Glascontainer nicht länger zur Verfügung stellen. - © Marianne Schwarzer
Sie sollen umgesetzt werden: Weil am Herrentruper Sportplatz sein Trainingszentrum entstehen soll, möchte der neue Eigentümer Ulrich Conrady den Platz für die Glascontainer nicht länger zur Verfügung stellen. (© Marianne Schwarzer)

Blomberg. Eigentlich ist die Versetzung eines Glascontainers ein laufendes Geschäft der Verwaltung. Doch im Fall der Sammelbehälter am Schützenplatz regt sich Widerstand. Darum befasst sich heute der Bauausschuss damit.

Bis jetzt bringen die Herrentruper ihr Altglas zum Container am Sportplatz. Künftig geht das nicht mehr, weil der neue Besitzer des Geländes, Ulrich Conrady, den Platz selbst braucht: Die Verwaltung verlegt die Sammelbehälter also an einen neuen Standort an der B 1 am Ortsrand.

Information

Schutz der Nachbarschaft ist „von besonderer Bedeutung“

Auf seiner Homepage äußert sich auch das Bundesumweltamt zum Thema Altglassammelbehälter. Sie seien „eine nicht genehmigungsbedürftige Anlage im Sinne des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG) und der Landesbauordnungen der Länder“. Nach Paragraf 22 BImSchG. muss eine Abwägung vorgenommen werden, „die alle erheblichen Belange zu berücksichtigen hat. Dabei ist der Schutz der Nachbarschaft vor den mit dem Altglascontainer verbundenen Geräuschen von besonderer Bedeutung“, schreibt das Umweltamt. Lärmbelästigung ließe sich durch die Auskleidung von Containern verhindern, Einwurfzeiten müssten beschränkt werden. Doch es gehe auch um die Optik: „Verschmutzte Behälter stören das Stadtbild. Der Stellplatz muss sauber und scherbenfrei gehalten werden.“

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Die Container auf dem Schützenplatz sollen derweil an den Feldeggerser Weg im Bereich des Eingangs zur Kleingartenanlage verlegt werden. Damit sind allerdings die Anwohner nicht einverstanden. Eine von ihnen, Sabine Helmdach, machte ihren Protest auch gleich schriftlich. Die Lärmbelästigung sei bereits jetzt durch den Schulbusverkehr erheblich: „Weshalb wird jetzt noch eine Altglassammelstation errichtet, die eine zusätzliche Lärmbelästigung mit sich bringt?“ Im Übrigen liege die Grünfläche direkt an einem viel genutzten Schul- und Spazierweg.

Ein Argument für die Verlegung ist aus Sicht der Verwaltung die illegale Ablagerung von Müll an den Containern – auf dem Schützenplatz stünden sie versteckt hinter einer Hecke. Weil der Baubetriebshof für die Reinigung des Standortes zuständig sei, führe das zu einem Mehraufwand, dem die Stadt durch die Verlegung begegnen wolle. Sabine Helmdach und, wie sie sagt, ihre Nachbarn, können das nicht verstehen: „Wir waren wie vom Donner gerührt. Wir haben es ja erst gemerkt, als die neue Fläche geschottert wurde. Und dort kriegt man erst recht nicht mit, ob da einer Müll ablädt.“ Nur den Lärm bekämen sie sehr wohl mit.

Heute sollen die Politiker im Bauausschuss über den Fall entscheiden. Die Sitzung beginnt um 19.30 Uhr im Rathaussaal.

Kommentar: Der neue Platz ist der falsche

von Marianne Schwarzer

Mit ihrem Vorstoß, die Altglascontainer vom Schützenplatz Richtung Kleingartenanlage zu verlegen, liegt die Blomberger Stadtverwaltung falsch.

Erstens ist der neue Standort ein Ärgernis für die Anwohner des Feldeggerser Weges. Zweitens liegt er zu nah an einem Schul- und Spazierweg. Unweigerlich werden Splitter auf dem Fußweg landen – eine Gefahr für Hundepfoten und Kinder.

Der aktuelle Standort ist recht nah an der Innenstadt gelegen. Zur Entsorgung des Altglases gut 300 Meter weiter laufen zu müssen, ist für ältere Bürger recht beschwerlich, und Autofahrer können an der neuen Stelle schlechter halten. Das ist nicht gerade das, was man unter Bürgernähe versteht.

Das illegale Abladen von Müll wird ein Ärgernis bleiben. Der Feldeggerser Weg ist nur während der Schulzeit stark frequentiert, zu anderen Zeiten entfällt die vermeintliche soziale Kontrolle.

Übrigens: Es könnte nicht schaden, dass die Firma Tönsmeier als Eigentümerin der Container ihre Reinigungspflichten mal etwas ernster nimmt: Zumindest die Herrentruper Behälter sehen, wie der Volksmund sagt, „aus wie Sau“.

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