Sachstandbericht zum Friedhofwesen.



In den letzten Hauptausschusssitzungen, bereits seit dem 08.12.2015, ist die Neuaufstellung des Friedhofwesens in der Großgemeinde Blomberg Gegenstand intensiver Beratungen gewesen. In der Sitzung des Haupausschusses vom 18. Mai 2016 gab es nun einen aktuellen Sachstandsbericht durch Bürgermeister Klaus Geise, der zugab, das man etwas holprig in die Beratungsgespräche gestartet sei. Aus Sicht der betroffenen Ortsteile soll alles bleiben wie bisher, was sich natürlich nicht mit den geplanten Einsparungsvorhaben der Stadt vereinbaren lässt. Dennoch hatte letztlich eine Art Arbeitsgespräch stattgefunden und Ansätze konnten erarbeitet werden. Da die Gespräche noch andauern – die Ortsteile wollen gemeinsam mit der Verwaltung beraten – gibt es bislang noch keine finale Lösung.Die Anregung von Ortsvorsteher Thomas Spieker (Tintrup) wurde mit Verweis auf den Beschluss des Hauptausschusses vom 14.03.2016 einstimmig zur Kenntnis genommen. Er sprach sich mit Schreiben vom 21.02.2016 für die Erhaltung des Friedhofes in Tintrup in seiner jetzigen Flächengröße aus. Der Hauptausschuss hat in seiner Sitzung am 14.03.2016 die Neuaufstellung des Friedhofswesens in der Großgemeinde Blomberg in Gänze thematisiert und eingehend beraten, mit dem Ergebnis, dass das vorgestellte Konzept zur Neuaufstellung des Friedhofswesens zur Kenntnis genommen wird und die Verwaltung beauftragt ist, die sich aus dem Konzept ergebenden einzelnen Maßnahmen anzustreben.Dies beinhaltet ausdrücklich die Option, im Einvernehmen mit den Dorfgemeinschaften, Vereinen o. ä. alternative Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten, die der allgemeinen Zielsetzung des Konzeptes entsprechen (Beispiel: Übernahme laufender Unterhaltungsaufwendungen durch Dorfgemeinschaft / eingetragener Verein o. ä.). Nach Beschlussfassung folgte die Beratung zur Anregung zum Friedhof Tintrup, während derer der Anregungsgeber sein Anliegen erläuterte und erklärte, dass seine Anregung aufrechterhalten bleibe. Am 18.04.2016 fand vor Ort ein Abstimmungsgespräch zwischen Verwaltung und Ortsvorsteher Spieker statt, mit dem Ergebnis, die Anregung auf Einführung neuer Bestattungsformen z. B. Bestattungen unterm Baum auf dem Friedhof in Tintrup in die weiteren Überlegungen zur Neuaufstellung des gesamten Friedhofswesens in Blomberg miteinzubeziehen. Hinsichtlich einer späteren Flächenreduzierung sowie weiterer konkretisierender Ausgestaltung bleibt man im Gespräch.

Ergänzung:

Auf dem Blog vom Ortsteil Herrntrup ist zu lesen: Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, am 12.05.02016 fand die durch die Ortsvorsteher von Herrentrup und Reelkirchen beantragte Informationsveranstaltung statt.

Ortsvorsteher Reinhard Heilig eröffnete die Veranstaltung zu der ca. 80 interessierte Bürgerinnen und Bürger erschienen waren und begrüßte die Anwesenden. In seiner Eröffnungsansprache nahm Heilig Bezug auf den nicht ausreichenden Kenntnisstand zur Thematik „das neue Friedhofskonzept“ der Bürger von Herrentrup und Reelkirchen und bedankte sich vorab bei Bürgermeister Klaus Geise das er der Einladung gefolgt war und Licht ins Dunkel bringen wollte.

Damit war schon der erste Tagesordnungspunkt erreicht und der Bürgermeister gab einen Überblick zu dem von der Stadt geplanten neuen Konzept. Im Zuge der Vorstellung wurden auch die Vorteile dargestellt die das neue Konzept bieten soll. Im wesentlichen waren die Vorteile in den evt. möglichen neuen Bestattungsformen zu suchen. Diese Betrachtungsweise bezieht sich allerdings generell erst einmal auf alle Friedhöfe in Blomberg. Wenn wir auf Reelkirchen/Herrentrup schauen hält sich die Betrachtung allerdings in engen Grenzen. Hier soll laut Konzept „nur“ auf das Pflegeleichte Rasengrab fokussiert werden. Eine Bestattungsform Urnenwand/Stelen soll nur im Bedarfsfall geprüft werden. Und da stellt sich schon die Frage auf welche Weise der Bedarf festlegt und wie das geprüft wird. Für die Bestattungsformen „Grabfeld für Sternenkinder, Bestattung unterm Baum (Urne), Anonyme Gräber“ ist eine Prüfung nicht vorgesehen. Kurz gesagt bedeutet dies, das jemand aus Herrentrup/Reelkirchen der eine der genannten „außergewöhnlichen“ Bestattungsformen wünscht sich Andernorts umschauen muss.

Was aber war der Hauptdiskussionspunkt?

Nun, es war der mögliche Rückbau unserer Kapelle. Rückbau heißt auf deutsch „Abriss“. Für die Teilnehmer der Informationsveranstaltung war es nicht nachvollziehbar warum eine Kapelle die erst ein neues Dach bekommen hat, frisch gestrichen wurde und vor allem aus Tradition in das Dörfliche Erscheinungsbild gehört in diese Diskussion gerät. Aus dem Konzeptpapier durften wir erfahren das die Kapelle ein minus von 6533,00€ im Durchschnitt erzeugt. Bei der Gesamtkostenbetrachtung sieht das dann etwas anders aus. Dort stehen Gesamteinnahmen von 19.354,00 € gegen Ausgaben von 22.136,00€ . Das Defizit beträgt also ein minus von 2.782,00€. Als Ortsvorsteher nehme ich aus der Veranstaltung mit, dass völliges Unverständnis herrscht warum wegen diesen 2.782,00 € eine solche Diskussion zu diesem sensiblem Thema los getreten wird. Zwar wurde erläutert das aus Verwaltungssicht das Thema gesamtheitlich also über alle Friedhöfe in Blomberg betrachtet werden muss, nachvollziehbar war dies für die Teilnehmenden allerdings nicht.

Letztendlich entstand der Eindruck, wenn die Herrentruper und Reelkirchner „ihre Kapelle“ behalten wollen sollten sie auch die Instandhaltung, Pflege u.s.w. übernehmen. Dieser ureigensten Aufgabe der Verwaltung werden die Dorfgemeinschaften aber wohl nicht nachkommen können.

Es bleibt zu hoffen das wie vom Bürgermeister mehrfach erwähnt trotz des Grundsatzbeschlusses zum Friedhofskonzept noch Veränderungen herbeigeführt werden können und vor allem die Diskussion Ergebnis offen geführt werden kann. Ziel der hoffentlich noch folgenden Gespräche mit der Verwaltung wird sein das unsere Kapelle erhalten werden kann.

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